Ratgeber Vogelgrippe

Was versteht man unter einer Vogelgrippe?

Die Vogelgrippe ist eine Grippeerkrankung die hauptsächlich bei Vögeln und Geflügel, aber auch bei Wildkatzen, Hauskatzen, Schweine, Pferde und anderen Säugetieren auftreten kann (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit). 1997 wurde in Asien erstmals eine Ansteckung beim Menschen nachgewiesen (Chronologie). Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch wurde bisher noch nicht bestätigt.

Auf einer internationalen Konferenz in Peking vereinbarten 90 Geberländer Mittel in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Vogelgrippe. Angesichts der drohenden Gefahr einer globalen Epidemie mit Millionen Toten wurde darin zu einem "koordinierten, schnellen und entschlossenen" Vorgehen aufgerufen. 20 Milliarden US-$ haben die USA für Vorsorgemaßnahmen im eigenen Land bereit gestellt.

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Zunächst sollte das eigene Immunsystems gestärkt werden - mit viel frischem Obst und Gemüse die reich an Vitaminen und Vitalstoffen sind. Auch regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft und Sauna-Besuche sind empfehlenswert. Räume sollten mehrmals am Tag kräftig gelüftet werden, trockene Heizungsluft in geschlossenen Räumen fördert die Austrocknung der Schleimhäute der Atemwege und erleichtert den Viren den Eintritt in den Körper.

Ein Kontakt mit Vögeln und deren Kot in gefährdeten Gebieten ist unbedingt zu vermeiden. Bei Genuss von Hühnerfleisch oder Eier-Produkten aus diesen Gegenden sollte man darauf achten, dass die Lebensmittel ausreichend bei der Zubereitung (> 70 Grad Celsius, mindestens 30 Minuten lang) erhitzt wurden.

Vorsorge-Maßnahmen:

Während eines Grippeausbruchs ist folgendes zu beachten:

  • Meiden Sie Menschenansammlungen
  • Vermeiden Sie Kontakt mit möglicherweise erkrankten Personen
  • kein Händegeben, Anhusten oder Anniesen (lassen)
  • gründliches Händewaschen und Desinfizieren der Hände mit einem Hautdesinfektionsmittel
  • täglich den ganzen Körper kalt abduschen
  • häufiges Lüften der Räume
  • eventuell Tragen eines Mund- / Nasen-Schutzes

Ist eine Grippeschutz-Impfung sinnvoll?

Auch wenn noch kein Impfstoff für die Vogelgrippe auf dem Markt ist, sollte man sich trotzdem gegen Influenza impfen lassen. Damit vermeidet man eine doppelte Ansteckung und die Diagnose bei einer Vogelgrippe wird vereinfacht.
Für folgende Risikogruppen wird die Impfung empfohlen (Kostenübernahme):

  • alle Personen über 60 Jahren
  • Frühgeborene oder Säuglinge und Kinder mit Gedeihstörungen oder neurologischen Krankheiten
  • Patienten mit eingeschränkter Körperabwehr oder chronischen Grunderkrankungen
  • medizinisches Personal sowie alle Personen mit viel Publikumskontakt

Im Falle des Auftretens eines mutierten neuen, dann von Mensch zu Mensch übertragbaren Influenzavirus wird dieses auf eine weitgehend ungeschützte Bevölkerung treffen. Nach Identifizierung des Virus wird es drei bis sechs Monate dauern, bis ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht, der dann vor Eintreffen einer zweiten Welle für die Durchimpfung der gesamten Bevölkerung eingesetzt werden kann.

Woran erkennt man eine Erkrankung?

Bei Verdacht sollte die Körpertemperatur möglichst genau im Mund oder im Ohr gemessen werden.
Bei Fieber >38 Grad Celsius und Husten oder Atemnot könnte eine Erkrankung vorliegen.

Maßnahmen bei Verdacht auf Vogelgrippe

Bei geringerem Krankheitsgefühl oder Symptomen sollte man den Hausarzt aufsuchen und bei Fieber zu Hause bleiben. Wird der Verdacht durch den Arzt vorläufig bestätigt, dann sollte der Kranke in einem eigenen Raum untergebracht werden. Alle weiteren Maßnahmen sollten mit dem Arzt abgestimmt werden.